Broken Earth – The Fifth Season (Kritik)

Bücher, Kritik 9. Januar 2019

TL;DR: Episch, spannend, bewegend – heute noch Kaufen!

The Fifth Season (Zerrissene Erde) ist das erste Buch der Broken Earth Trilogie von N. K. Jemesin. Es spielt in einer Post-Apokalyptisch-Mittelalterlichen Welt, die von regelmäßigen Katastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird und die von den Spuren vergangener Zivilisationen übersäht ist. In dieser Welt gibt es Menschen, die eine magische Verbindung mit der Erde haben. Sie können das gefährliche Aufbäumen der Erde nicht nur spüren, sondern sogar unterdrücken oder heraufbeschwören. Diese Kräfte lösen in den normalen Menschen viel Angst und damit automatisch Hass aus.
Die Handlung beginnt damit, dass einer dieser besonderen Menschen den ganzen Kontinent der Länge nach aufreißt und damit eine sogenannte „Fünfte Jahreszeit“ auslöst, wie die Menschen eine Katastrophe von globalem Ausmaß nennen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von drei Frauen erzählt, die über diese besonderen Fähigkeiten verfügen. Damaya ist ein kleines Mädchen, die in die Obhut eines Guardians genommen wird, nachdem ihre Familie ihre Kräfte entdeckt und sie verstoßen hat. Wir folgen ihrem Weg zum Fulcrum, wo sie ausgebildet und streng kontrolliert wird. Syenite ist bereits fertig mit der Ausbildung und begibt sich auf eine Mission, die weit gefährlicher ist als sie anfänglich schien. Essun ist die dritte im Bunde, sie lebt unerkannt in einer kleinen Stadt, bis sie eines Tages ihren toten Sohn findet, der offensichtlich von ihrem Ehemann ermordet wurde. Mit diesen drei Frauen entdeckt man die fantastischen und schrecklichen Geheimnisse einer sternbenden Welt, die N. K. Jemesin ausschließlich durch die Augen ihrer Protagonistinnen beschreibt und somit ausschweifende Erklärungen und Geschichtsstunden vermeidet, die sonst in diesem Genre so verbreitet sind. Es gelingt ihr dabei, sowohl die tiefsten Gefühle als auch die größten wortwörtlich Weltbewegenden Momente in so schöne Worte zu verpacken, dass einem bisweilen den Atem stockt.

Seit Ann Leckie’s Ancillary Justice hat mich kein Buch mehr so begeistert und bewegt.

Copyright The Verge

Die anderen zwei Bücher der Trilogie werde ich nicht gesondert beschreiben. Wer das erste gelesen hat, wird den Rest ohnehin lesen wollen und nicht enttäuscht sein.

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