Mortal Engines (Kritik)

Filme, Kritik 9. Januar 2019

Mortal Engines (Kritik)

Ich kam sehr schwer rein in Mortal Engines. Alles war zu bunt, sah zu sehr nach Studio aus und ausnahmsweise gab es viel zu wenig Exposition über die Welt. Nach dem ersten Drittel nahm der Film aber Fahrt auf und es entstand sogar etwas Chemie zwischen den beiden jungen Protagonisten, auch wenn ich es etwas problematisch fand, dass der Film sich nicht entscheiden kann, aus welcher Perspektive er erzählt wird. Hera Hilmer ist super als die junge Frau, die nur auf Rache aus ist – leider ist es ein wichtiger Punkt ihrer Figur, dass sie durch eine Narbe entstellt ist, aber wie auch schon bei Ready Player One haben sie sich nicht getraut, sie tatsächlich zu entstellen. So ist sie eine schöne junge Frau, mit einer Narbe, die dauernd gesagt bekommt, wie hässlich sie ist. Oh Hollywood… An ihrer Seite spielt Robert Sheenan, der mir das erste mal in Misfits aufgefallen war. Als energetischer Typ mit einem sehr intensiven Blick passt er wunderbar in die Rolle des naiven, widerwilligen Helden. Also Antagonisten haben wir Hugo Weaving, der alles aus seiner schönen Stimme rausholt, dessen Motivation aber bis zum Schluss ein Rätsel bleibt.
Hier und da mit wunderschönen Bildern gespickt, konnten die Effekte leider nicht immer überzeugen. Ein Film über fahrende Städte sollte vor allem Größe erzählen und das gelingt ihm fast nie. Die Handlung ist absolut vorhersehbar und frei von jeglicher Überraschung, trotzdem läuft sie ganz gut vor sich hin und konnte mich mitunter auch mitreißen. Wie so oft bleibt am Ende die Frage stehen, ob man aus dem Material nicht noch viel mehr hätte machen können…

Mortal Engines (Kritik)

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