Die Academy gibt den letzten Anschein von Integrität auf

Allgemein 14. Februar 2019

Wie die meisten mittlerweile mitbekommen haben, hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences entschieden ein paar Oscars während der Werbepausen zu verleihen, damit mehr Zeit für die Kategorien ist, die mehr Werbeeinnahmen bringen. Die Oscars stehen seit Jahren, wenn nicht gar schon immer in der Kritik, mehr an (Eigen)Werbung interessiert zu sein, als an der Kunst des Filmemachens. Es ist eine Veranstaltung, in der die Branche sich selbst feiert, es geht um die großen Stars, um tiefe Ausschnitte und weiße Zähne. Der rote Teppich ist schon lange wichtiger als die Leinwand.
Jetzt endlich hat die Academy ihre Fassade aufgegeben und sich dem Narzissmus komplett ergeben. Unter anderem Cinematography (Kamera) und Editing (Schnitt) wurden in die Werbepausen verbannt und werden somit nicht mehr bei der Übertragung gezeigt. Das ist ein unfassbarer Schlag ins Gesicht der Filmemacher, die sich schon lautstark in den Sozialen Medien und mit offenen Briefen beschwert haben.
Artikel über den offenen Brief von Tarantino, Scorsese und Co.

Ich schaue die Oscars schon seit Jahren nicht mehr, bin aber trotzdem erschüttert von dieser Entscheidung.

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