Chaos im Netz – Kritik

Filme, Kritik 19. Februar 2019

Chaos im Netz - Kritik
Der zweite Teil von Wreck it Ralph spielt 6 Jahre nach dem ersten Teil. Ralph und Vanellope sind beste Freunde und Ralph könnte nicht glücklicher sein, doch seine kleine Freundin sehnt sich nach etwas Neuem. Als das Spiel von Vanellope kaputt geht, machen sich die beiden auf den Weg ins Internet, um bei Ebay ein Ersatzteil zu besorgen. Es folgt eine wilde Jagd durchs Netz, die für den Zuschauer hauptsächlich darin besteht, Marken und Websites wiederzuerkennen. Erwartungsgemäß liegen die meisten Anspielungen und Zitate jenseits der Erfahrungen der Zielgruppe und so begannen das vorwiegend junge Publikum und ich uns bald zu langweilen. Trotz der wirklich liebenswürdigen Charaktere und der bunten Action auf der Leinwand, hatte ich das Gefühl, dass in dem Film einfach nichts passiert. Klar ist es irgendwie cool, dass – Disney sei dank – Star Wars, Marvel und diverse Prinzessinen ihren Gastauftritt haben, aber das kannte man schon aus dem Trailer und der schwachen Geschichte hat es kein Bisschen geholfen.
Irgendwann gegen Ende findet der Film wieder seinen roten Faden und es wird sehr dramatisch, unappetitlich und gruselig bevor Ralph seine Charakterentwicklung vollzieht und die wirklich schöne und wichtige Moral des Films endlich klar wird. Dass Vanellope keine eigene Entwicklung durchmacht, hinterließ bei mir auch ein etwas komisches Gefühl.
Ich habe mir den Film zweimal angesehen, und hatte gehofft, dass ich mich beim ersten Mal einfach geirrt habe, da es so viele gute Kritiken gab, aber ich habe mich beide Male sehr über ihn geärgert. Er opfert seine Geschichte und seine Zielgruppe einer Aneinanderreihung von Meme-kompatiblen Gags, die man alle auch im Trailer sehen kann. Während der erste Film zeitlos gut ist, wird dieser Teil schnell in Vergessenheit geraten, schade drum.
Das Urteil meines Sohnes fiel etwas milder aus: „Fast so gut wie der erste, nur die Geschichte war nicht so gut.“

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