Joker – Kritik

Filme, Kritik 16. November 2019

Joker - Kritik

Joaquin Phoenix ist großartig als Joker. Er zeigt uns einen verletzten, zerbrechlichen Arthur Fleck, der im Laufe des Films versteht, dass er der Welt egal ist und seine Handlungen keine Konsequenzen haben. Diese Erkenntnis befreit ihn letztlich und macht ihn zu dem nihilistischen Joker, den wir alle kennen und lieben.

Leider hat der Film einige Schwächen, die mir vielleicht besonders ins Auge fallen, weil der Hype mich schon im Vorfeld sehr skeptisch gemacht hat. Nimmt man das großartige Ausgangsmaterial und die Performance von Phoenix weg, bleibt über die meiste Zeit des Films nicht viel übrig außer einem durchschnittlichen Drehbuch, einem schönen aber überstrapazierten Soundtrack und einem Robert De Niro, der offensichtlich seinen Spaß hat.
In den letzten 20 Minuten hat der Film mich dann aber doch noch gepackt. Die Begegnung zwischen Arthur und seinem Idol und die damit abgeschlossene Verwandlung zum Joker ist atemberaubend.

Wenn der Film nicht diesen Hype ausgelöst hätte und 30 min kürzer wäre, wäre mein Urteil sicher deutlich besser ausgefallen. So muss ich leider sagen: okayer Film, der erst in den letzen 20 Minuten zeigt, wie fantastisch er eigentlich hätte sein können.

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