Bücher 2019

Allgemein 6. Januar 2020

Wie viele andere Menschen auch hatte ich für 2019 den unoriginellen Vorsatz mehr zu lesen, und siehe da, es hat tatsächlich funktioniert. Hier die Bücher, die ich 2019 gelesen oder gehört habe in keiner bestimmten Reihenfolge.

Gelesen:

Flowers for Algernon (Daniel Keyes)

Das Tagebuch eines geistig zurückgebliebenen Mannes, der durch eine Operation überragende Intelligenz erlangt. Faszinierend und herzzerreissend. Wenn ich ein Buch aus dieser Liste empfehlen müsste, dann wäre es auf jeden Fall dieses.

Geistkrieger – Feuertaufe (Sonja Rüther)

Hier habe ich eine ausführliche Kritik geschrieben. TL;DR: klare Leseempfehlung.

Terra (T. S. Orgel)

Gute Prämisse und hier und da ganz coole Action, aber zu wenig originell, als dass viel hängen bleibt.

Trail of Lightning (Rebecca Roanhorse)

Spannend epische Geschichte einer witzig-zynischen Monsterjägerin in einer postapokalyptischen Welt, in die die Magie der amerikanischen Ureinwoher zurückgekehrt ist. Trotz vieler cooler Bestandteile, hat es mich nie komplett gefesselt.

Die Form des Wassers (Andrea Camillieri)

Commissario Monalbanos erster Fall. Ich habe den Tod von Andrea Camilieri zum Anlass genommen, endlich seine Bücher zu lesen. Die kurzen Romane um den schrulligen Sizilianischen Kommissar, dem das Essen mindestens genau so wichtig ist, wie seine Fälle, sind einfach wunderbar. Bevor ich mich versah, hatte ich sechs hintereinander gelesen. Ich fand alle gleichermaßen gut, deswegen spare ich mir die einzelnen Kritiken.

Der Hund aus Terracotta (Andrea Camillieri)

Commissario Monalbanos zweiter Fall.

Die Stimme der Violine (Andrea Camillieri)

Commissario Monalbanos dritter Fall.

Der Dieb der süßen Dinge (Andrea Camillieri)

Commissario Monalbanos vierter Fall.

Das Spiel des Patriarchen (Andrea Camillieri)

Commissario Monalbanos fünfter Fall.

Der Kavalier der späten Stunde (Andrea Camillieri)

Commissario Monalbanos sechster Fall.

The Blade Itself (Joe Abercrombie)

Vor Jahren erwähnte ein Freund, dass Joe Abercrombie sein Lieblingsautor ist, nun wollte ich endlich mal wissen, was dran ist. Mein Urteil ist etwas zwiegespalten. Abercrombie erschafft wunderbar komplexe Figuren, schon nach ein paar Seiten hat man das Gefühl, die Helden zu kennen und freut sich über ihre Macken und Eigenheiten. Auch baut er eine ziemlich gute Welt mit komplexer Geschichte auf.

Before They Are Hanged (Joe Abercrombie)

Bei dem zweiten Teil der First Law Trilogie wurde ich so langsam ungeduldig. Ich bekam das Gefühl, dass der Autor selbst nicht so recht weiß, wohin er mit seinen coolen Charakteren will. Die Geschichte schlug auch ein paar Haken, die ganze Abschnitte des ersten Buches unnötig und unsinning machten.

Last Argument of Kings (Joe Abercrombie)

Bei Teil 3 hat sich für mich der Verdacht bestätigt, dass es keinen roten Faden für die Handlung oder die Figuren gibt. Es wirkt, als schriebe Abercrombie nur um zu schreiben. Wirklich tolle Charaktere, die leider ziellos durch eine komplexe fantastische Welt treiben.

Nevernight (Jay Kristoff)

Das erste Buch der „Nevernight Chronicles“ Mit sehr trockenem Humor erzählt Jay Kristoff die blutige Geschichte seiner Heldin Mia und ihrem Werdegang zur berühmtesten Attentäterin ihrer Welt. Dabei bedient er sich recht schamlos aber sehr erfolgreich bei anderen Autoren. Mit reichlich Gewalt und Sex richtet er sich aber ganz klar an erwachsene Leser. Das Buch hatte mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Godsgrave (Jay Kristoff)

Den zweiten Teil der Nevernight Trilogie hab ich auch mit großer Freude verschlungen, auch wenn die Geschichte nicht mehr ganz so fesselnd war, wie im ersten Teil.

Darkdawn (Jay Kristoff)

Im dritten Teil der Trilogie wird es richtig episch, die Schlussfolgerungen über die Welt und den Erzähler der Geschichte machen viel Spaß und führen zu einem sehr guten Ende.

Wicked (Gregory Maguire)

Die vielgelobte alternative Sichtweise auf den Zauberer von Oz hat mich trotz cooler Charaktere nie richtig gefesselt. Bin noch nicht sicher, ob ich den Rest der Reihe lesen möchte.

Swan Song (Robert R McCammon)

Das einzige Buch in der Liste, das ich nicht fertig gelesen habe. Es beginnt mit der nuklearen Apokalypse und der Aussicht auf die Rückkehr von Magie in die Welt. Es gibt ein paar interessante Figuren, die die Atombomben überleben und nach den ersten Kapiteln freute ich mich auf deren Geschichte. Doch bald wurde klar, dass dies keine Geschichte von Helden sein würde. Es wird einfach alles immer schlimmer. Nach einer Weile war es mir einfach zu düster. Es ist durchaus spannend und gut geschrieben, aber alles was es beschreibt (zumindest bis zur Häflte) ist pures Leiden. War mir einfach etwas zu hart.

Hörbücher:

Mars Nation 1 (Brandon Q. Morris)

Kann mich ehrlich gesagt an nichts erinnern, außer dass es von der ersten Minute an wie eine schwache Kopie von „The Martian“ wirkte.

Spinning Silver (Naomi Novik)

Nachdem ich vorletztes Jahr so begeistert war von Naomi Novik’s „Uprooted“, habe ich mich mit Freuden auf „Spinning Silver“ gestürzt und wurde nicht enttäuscht. Ein bitteres Märchen mit Figuren aus der Slavischen Mythologie aus der Sicht mehrerer Frauen und Mädchen erzählt. Die Geschichte entfaltet sich langsam und komplex und gibt tiefe Einblicke in die Rolle von Geld, Geschlecht und Ehre. Ganz klar einer meiner Favoriten des letzten Jahres.

Temeraire (Naomi Novik)

Nun hatte ich schon zwei wundervolle Bücher von Novik gelesen und dachte, es könnte nicht schaden, ihr Frühwerk anzuschauen. Das war leider ein Fehler. Temeraire ist das erste Buch einer ganzen Reihe, in der die Napoleonischen Kriege mit Drachen geführt werden. Schon die Prämisse klingt furchtbar, aber das Buch war noch viel langweiliger als es klingt.

Die Wandernde Erde (Cixin Liu)

Eine Sammlung von Science-Fiction Kurzgeschichten, die vor keinen großen Ideen zurückschrecken und in denen es, wie in aller guter Science-Fiction, immer um die Menschen, ihre Gefühle und ihren Platz in der Welt geht. Großartig!

Von Männern, die keine Frauen haben (Haruki Murakami)

Eine Sammlung von schönen Kurzgeschichten mit der für Murakami typischen Melancholie. So gesammelt fand ich seine Sicht auf Romantik hier und da fast etwas zu männlich, in dem Sinne, dass Frauen bei ihm oft mehr Objekte der Begierde und Sehnsucht sind als Akteure.

Der Junge muss an die frische Luft (Hape Kerkeling)

Kerkeling erzählt auf seine eigene leichte und sympathische Art von seiner Kindheit. Sehr unterhaltsam und berührend, auch wenn es mir teilweise zu esoterisch ist.

On Writing (Stephen King)

Zu meiner Schande das einzige Sachbuch der Liste, wobei King eher Anekdoten mit gelegentlichen Tipps erzählt. Der Meister selbst spricht übers Schreiben und über seine Karriere. Man kann viele nützliche Tipps draus ziehen, auch wenn es keine wirkliche Struktur gibt. Dass er es in seiner schnodderigen Art selbst liest gibt dem ganzen noch etwas mehr Unterhaltungswert.

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